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Zuchtperlen – Modeschmuck aus Zuchtperlen

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Zuchtperlen – Verwendung und Herstellung von Zuchtperlen

Zuchtperlen werden seit dem 5. Jahrhundert hergestellt. 1896 entwickelte Kokichi Mikimoto in Japan Zuchtperlen für den Handel. Eine kleine Perlmuttperle wird in eine Auster eingepflanzt und dann von der Muschel wie bei der echten Perle mit Perlmutt umgeben.


Der Japaner Kokichi Mikimoto schaffte es, in den frühen 1920er Jahren die ersten vollrunden Zuchtperlen auf den Markt zu bringen. Zehn Jahre zuvor, 1913, hatte der deutsche Zoologe Friedrich Alverdes nachgewiesen, dass Perlen durch die Verlagerung von Epithelzellen in das Bindegewebe des Mantels der Muschel entstehen. Das letzten Endes von Mikimoto verwendete Verfahren geht auf zwei andere Japaner, Tokichi Nishikawa und Tatsuhei Mise, zurück, die es ihrerseits wahrscheinlich von dem Australier William Saville-Kent übernommen haben.
Allerdings wurden bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. in China so genannte "Buddha-Perlen" in Süßwassermuscheln (wie z. B. Hyriopsis cumingii) gezüchtet. Dabei handelte es sich um in die Muscheln eingefügte kleine Buddha-Figuren aus Elfenbein, Gips oder Blei, die mit der Zeit durch Perlmutt beschichtet wurden. Dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné war es schon im Jahre 1758 gelungen, mit einem T-förmigen Silberdraht einen Kern aus Gips in eine Süßwasser-Miesmuschel (Unio pictorum) einzufügen, um runde Perlen zu züchten. Später verkaufte er das patentierte Verfahren. Das Patent wurde jedoch nie praktisch eingesetzt und geriet in Vergessenheit.
Die Muscheln können im Meer etwa zwei Jahre lang im so genannten Perlsack eine Perlmuttschicht um den Nukleus ausbilden, wobei nicht jede Muschel den Nukleus annimmt oder die Operation überlebt. Nur 30 % der Muscheln produzieren Perlen. 10 % sind kommerziell nutzbar, lediglich 3 % sind perfekt rund, und nur 0,5 % erreichen die höchste Qualitätsstufe. Das bedeutet: rund 25.000 Nukleus-Einsetzungen ergeben etwa 125 perfekte Perlen. (Die Zahlen variieren je nach Muschelart, Ort und Bedingungen der Zucht). Neben der Zuchtperle kann die Muschel in dieser Zeit auch eine Reihe sehr kleiner Perlen, den so genannten Saatperlen, ausbilden. Sie kann theoretisch mehrmals "geimpft" werden bzw. kann mehrere Nuklei gleichzeitig aufnehmen.
Nur einige wenige von weltweit 10.000 Muschelarten können Schmuckperlen hervorbringen. Bei der Zucht kommen Muscheln der Gattung Pinctada, der Perlauster, zum Einsatz. Sie sind allerdings nicht mit den als Delikatesse geltenden Europäischen Austern, (Ostrea edulis) oder den Pazifischen Felsenaustern (Crassostrea gigas) zu verwechseln.
Der Wert einer Perle wird auf Grund von Lüster, Farbe, Größe, Makellosigkeit und Symmetrie ermittelt. Das Gewicht der Perle wird in Grain angegeben (1 Grain= 0,06479891 gr.) Nicht handelbare Perlen werden bereits in den Perlfarmen aussortiert und geschreddert. Das Pulver wird von der Kosmetikindustrie weiter verarbeitet. 

 
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